Zwei Wochen voller Wissenschaft, Kreativität, Musik und Gemeinschaft: Die 23. Science Academy Baden-Württemberg am Eckenberg-Gymnasium Adelsheim bot über 70 Schülerinnen und Schülern aus ganz Baden-Württemberg sowie Kursleiterinnen und Kursleitern ein außergewöhnliches Ferienprogramm mit anspruchsvollen Kursen, spannenden Vorträgen und zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten.
Wenn andere Schülerinnen und Schüler die letzten Wochen der Sommerferien genießen, wird es am EBG bereits richtig lebendig: Bereits zum 23. Mal fand dort die Science Academy Baden-Württemberg statt. Über zwei Wochen hinweg wurde der Campus zum Mittelpunkt eines besonderen Bildungs- und Gemeinschaftserlebnisses. Mehr als 100 Jugendliche, Betreuerinnen und Betreuer sowie Verantwortliche lebten, lernten und arbeiteten gemeinsam auf dem Schulcampus.
Unter der Leitung von Jörg Richter und Birgit Schillinger erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein vielseitiges Programm, das weit über klassischen Unterricht hinausging. Im Mittelpunkt standen Neugier, eigenständiges Forschen, gemeinsames Nachdenken und die Freude daran, sich intensiv mit anspruchsvollen Themen auseinanderzusetzen.
Sechs Kurse – sechs ganz unterschiedliche Perspektiven
Zu Beginn der Akademie konnten die Jugendlichen zwischen sechs unterschiedlichen Kursangeboten wählen. Dabei reichte die Bandbreite von Physik und Biologie über Medizin und Raumfahrt bis hin zu Philosophie und Theater.
Im Kurs „Die Physik der Musik“ beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen von Musik. Schall, Schwingungen und akustische Phänomene wurden nicht nur theoretisch betrachtet, sondern praktisch erforscht. Dabei zeigte sich, wie eng naturwissenschaftliche Erkenntnisse und musikalische Erfahrungen miteinander verbunden sind.
Einen Blick weit über die Erde hinaus warf der Kurs „Leben im All – wie könnte unsere eigene Weltraumkolonie aussehen?“. Die Jugendlichen gingen der Frage nach, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit Menschen dauerhaft im Weltraum leben können. Dabei wurden wissenschaftliche, technische und auch gesellschaftliche Aspekte einer möglichen Weltraumkolonie betrachtet.
Mit moderner Biologie und Genetik beschäftigte sich der Kurs „DIY-Genetik – Datenbanken, DNA und selbstgebaute Technik“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Einblicke in die Welt der DNA und genetischen Datenbanken und konnten gleichzeitig erfahren, wie wissenschaftliche Experimente mit selbst entwickelter Technik unterstützt werden können.
Der Kurs „Vom Atom zum fertigen Medikament – die Entwicklung eines Arzneimittels“ nahm die Jugendlichen mit auf den langen und komplexen Weg von den molekularen Grundlagen bis zum fertigen Medikament. Dabei wurde deutlich, wie viele wissenschaftliche Schritte notwendig sind, bevor ein Wirkstoff tatsächlich als Arzneimittel eingesetzt werden kann.
Kreativität, Philosophie und darstellendes Spiel verband der Kurs „Gedanken auf die Bühne bringen – Theater als philosophische Praxis“. Philosophische Fragestellungen wurden hier nicht nur diskutiert, sondern mithilfe des Theaters praktisch und kreativ umgesetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten eigene Ideen und brachten Gedanken buchstäblich auf die Bühne.
Der sechste Kurs widmete sich dem Thema „Magnetismus – wie macht man das Unsichtbare sichtbar?“. Die Jugendlichen untersuchten die Eigenschaften des Magnetismus und gingen der spannenden Frage nach, wie sich etwas sichtbar und erfahrbar machen lässt, das mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Experimente und eigene Beobachtungen machten dabei abstrakte physikalische Zusammenhänge greifbar.
https://www.ebg.schule/aus-dem-schulleben/forschen-entdecken-23-science-academy-am-ebg.html#sigProIdda7d36ae85
Wissenschaft endet nicht an der Kurstür
Doch die Science Academy bestand nicht nur aus der Arbeit in den einzelnen Kursen. Ein wichtiger Bestandteil des Programms waren die zahlreichen kursübergreifenden Angebote. Hier konnten die Jugendlichen ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus anderen Kursen kennenlernen, neue Interessen entdecken und gemeinsam aktiv werden.
Auch Sport und Bewegung kamen während der zwei Wochen nicht zu kurz. Gerade nach intensiven Arbeitsphasen boten die sportlichen Angebote einen willkommenen Ausgleich und stärkten gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl.
Ein besonderer Höhepunkt war der Themenabend mit Prof. Dr. Hjalmar S. Kühl vom Naturkundemuseum Görlitz und der TU Dresden zum Thema „Menschenaffenforschung“. In seinem Vortrag gab er den Jugendlichen Einblicke in die Forschung zu unseren nächsten Verwandten und stellte spannende wissenschaftliche Fragestellungen vor. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer ausführlichen Fragerunde direkt mit dem Referenten ins Gespräch kommen. Die zahlreichen Fragen zeigten, wie groß das Interesse und die Neugier der Jugendlichen an wissenschaftlichen Themen waren.
Musik als verbindendes Element
Eine besondere Rolle spielte während der Akademie auch die Musik. Alle musikbegeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, sich unabhängig vom gewählten Kurs musikalisch einzubringen. So war es möglich einen Hausmusikabend zu gestalten und die Abschlussveranstaltung mit Eltern und Freunden musikalisch einzurahmen.
Schulleiter Martin Klaiber zeigt sich wieder beeindruckt von den Ergebnissen und ist froh, dass die Science Academy ein fester Bestandteil des Eckenberg-Gymnasiums darstellt.



